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    <title>Michel Impossible - der Blog von Michel Bodmer</title>
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    <updated>2010-03-16T13:30:23Z</updated>
    
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    <title>Off-Hollywood-Serien</title>
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    <published>2010-03-16T12:46:02Z</published>
    <updated>2010-03-16T13:30:23Z</updated>

    <summary><![CDATA[Das Filmfestival Fribourg zeichnet sich traditionell dadurch aus, dass es&nbsp;Werke aus kleinen und exotischen Filmländern präsentiert. Heuer wird das starke Filmprogramm (den Abschluss macht der frisch Oscar-gekrönte Krimi El secreto de sus ojos) mit einem Schwerpunkt zum Thema Serien ergänzt....]]></summary>
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        <![CDATA[<p>Das <a href="http://www.fiff.ch/">Filmfestival Fribourg</a> zeichnet sich traditionell dadurch aus, dass es&nbsp;Werke aus kleinen und exotischen Filmländern präsentiert. Heuer wird das starke Filmprogramm (den Abschluss macht der frisch Oscar-gekrönte Krimi <em>El secreto de sus ojos</em>) mit einem Schwerpunkt zum Thema Serien ergänzt. </p>
<p>Gezeigt und von den Machern persönlich vorgestellt werden mehrere Produktionen aus dem Nahen Osten, darunter <em>BeTipul</em>, das israelische Original der HBO-Produktion In Treatment, die letzten Sommer auf SF zwei zu sehen war. Ebenfalls aus Israel, aber ganz anders geartet ist die Comedy-Serie <em>Avoda aravit</em>, deren Protagonist, ein arabischer Journalist, zwischen Integration in der israelischen Gesellschaft, Selbstbehauptung und Rebellion schwankt. 
<p>Ebenfalls im Programm: Eine saudische Comedy-Serie um junge Möchtegern-Stars im Clinch mit gestrengen Sittenrichtern, eine syrische Produktion um einen modernen Robin Hood sowie eine Emanzipationsfabel aus einem israelischen Friseursalon. Am 18. März findet überdies eine Podiumsveranstaltung statt, welche sich insbesondere mit der Situation der Serien in der Schweiz befasst. 
<p>Auch wer sich sonst nicht zu den Hardcore-Fans von Drittweltkino zählt, hat heute guten Grund, nach Fribourg zu fahren.</p>]]>
        
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    <title>...und weiter serbelt die Filmkritik</title>
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    <published>2010-03-11T14:34:31Z</published>
    <updated>2010-03-11T15:01:02Z</updated>

    <summary><![CDATA[In diesem Blog war auch schon davon die Rede, dass es in unserem Zeitalter der Medienkrise sowie der Jekami-Diskussionen im Internet&nbsp;um die Filmkritik immer schlechter steht. Die Zeitungen kürzen drastisch die Honorare für freie Mitarbeiter, und gestandene Redakteure werden frühpensioniert,...]]></summary>
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        <name>Michel Bodmer</name>
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        <![CDATA[<p>In diesem Blog war auch schon davon die Rede, dass es in unserem Zeitalter der Medienkrise sowie der Jekami-Diskussionen im Internet&nbsp;um die Filmkritik immer schlechter steht. Die Zeitungen kürzen drastisch die Honorare für freie Mitarbeiter, und gestandene Redakteure werden frühpensioniert, um dann zu schlechteren Bedingungen doch weiterbeschäftigt zu werden (z.B. Christoph Egger bei der NZZ).</p>
<p>In den USA steht es noch schlimmer. Roger Ebert ist zwar körperlich schwer <a href="http://blogs.suntimes.com/ebert/2010/02/roger_eberts_last_words_cont.html">angegriffen</a>, schreibt aber&nbsp;nach wie vor allen um die Ohren. Bisher ist das alles unentgeltlich zu lesen, aber seit man bei der Chicago Sun-Times auch den Gürtel enger schnallt, erwägt er, zumindest einen Teil seines enormen Outputs nur noch für zahlende Leser zugänglich zu machen, wie er in seinem <a href="http://blogs.suntimes.com/ebert/2010/03/i_wonder_if_this_will_work.html">Blog </a>schreibt.</p>
<p>Einen weiteren <a href="http://blogs.suntimes.com/ebert/2010/03/variety_this_thumbs_for_you.html">Blog-Eintrag </a>widmet Ebert ganz zu Recht einer Tirade gegen das Branchenblatt Variety und einer Hymne auf seinen Kollegen Todd McCarthy. Letzterer war 31 Jahre lang als Kritiker bei Variety tätig, seit vielen Jahren als Chefkritiker. Alle großen Filme wurden von ihm besprochen, zuhanden der Branche, und McCarthy schrieb immer klar und differenziert. Als einer jener Kritiker, die neue Filme vor allen anderen zu sehen bekamen, war er in aller Regel unvoreingenommen und unbeeinflusst, galt aber seinerseits für viele KollegInnen als Referenz.</p>
<p>Nun sind&nbsp;McCarthy und sein ähnlich angesehener Kollege Derek Elley von Variety geschasst worden, weil man sich die beiden in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten nicht mehr leisten könne. So stellt sich einmal mehr&nbsp;die Frage, ob sich unsere Welt überhaupt noch eine solide, fundierte und kundige&nbsp;Filmkritik leisten will. Fürs Erste schließe ich mich aber Eberts Fazit an: Wenn Variety einen Todd McCarthy nicht mehr als Kritiker braucht, braucht es auch mich nicht mehr als&nbsp;Leser.&nbsp;</p>]]>
        
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    <title>Quartz-Brücke über den Röstigraben?</title>
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    <published>2010-03-07T15:06:45Z</published>
    <updated>2010-03-07T15:53:22Z</updated>

    <summary>An der gestrigen Verleihung des Schweizer Filmpreises Quartz 2010 wurde in mehrfacher Hinsicht versucht, den Röstigraben wenigstens auf der Ebene des Filmschaffens zuzuschütten bzw. vergessen zu machen. Die Schweizer Filmakademie, die sich aus rund 250 Filmschaffenden aller Sprachregionen zusammensetzt und...</summary>
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        <![CDATA[An der gestrigen Verleihung des Schweizer Filmpreises Quartz 2010 wurde in mehrfacher Hinsicht versucht, den Röstigraben wenigstens auf der Ebene des Filmschaffens zuzuschütten bzw. vergessen zu machen. Die Schweizer Filmakademie, die sich aus rund 250 Filmschaffenden aller Sprachregionen zusammensetzt und deren deutschsprachige Mitglieder aus demographischen Gründen freilich überwiegen, hat die meisten Auszeichnungen an Filme aus der Romandie verliehen. <br />Kein Wunder also ließ sich Séverine Cornamusaz, deren Erstling <i>Coeur animal</i> nicht nur als Bester Spielfilm ausgezeichnet wurde, sondern auch den Preis für den besten Darsteller (Antonio Buil) einheimste, zum "ersten schweizerdeutschen Satz" ihres Lebens hinreißen; sie sprach "tütschi Schwyzer" an und dankte ihnen für ihre Stimmen.<br />Auch Didier Burkhalter, neu oberster Kulturförderer der Schweiz, und Frédéric Maire, als Cinémathèque-Chef Hüter des audiovisuellen Erbes der Eidgenossenschaft, luden zu sprachregionalen Grenzüberschreitungen ein. Drittens beschworen Vertreter älterer Generationen den Geist eines gesamtschweizerischen Films. Claude Goretta, der einen Ehrenpreis erhielt, erinnerte daran, dass das "Nouveau cinéma suisse" der 60er und 70er Jahre, das er mit Filmen wie <i>L'invitation</i> und <i>Pas si méchant que ça</i> wesentlich mitprägte, in der Deutschschweiz ähnlich begeistert aufgenommen wurde wie in der Romandie.<br />Franz Schnyder schließlich, dessen 100. Geburtstag SF derzeit mit einer Filmreihe und einer ziemlich einmaligen <a href="http://www.sf.tv/sendungen/film/franzschnyder/index.php?WT.zugang=front_pb1">Webseite</a> feiert, sagte in einer Einspielung aus dem Dokumentarfilm <a href="http://www.sf.tv/sendungen/film/franzschnyder/manualx.php?docid=frs&amp;catid=franzschnydermanualx">FRS</a>, er habe mit den <a href="http://www.sf.tv/sendungen/film/franzschnyder/manualx.php?docid=uliknecht&amp;catid=franzschnydermanualx"><i>Uli</i></a>-Filmen eine Million Schweizer ins Kino gebracht, und diese Zahl müsse man schon erreichen, wenn man von einem erfolgreichen Schweizer Film sprechen wolle.<br />Angesichts der durch Fernsehen, Video und Internet erodierenden Besucherzahlen von heute mutet Schnyders Vorgabe freilich exotisch und unerreichbar an; einzig Rolf Lyssys <i>Die Schweizermacher</i> ist über die Jahre in diese Liga vorgestoßen, und der nächst erfolgreiche Schweizerfilm, Bettina Oberlis <i>Die Herbstzeitlosen</i>, durfte unlängst mit knapp 600 000 Besuchern als Sensation gelten. Es ist jedoch zu hoffen, dass einige der Quartz-prämierten (und -nominierten) Werke beidseits des Röstigrabens auf Beifall stoßen werden. So gut wie die meisten Hollywood-Produkte, die schweizweit die Kinosäle verstopfen, sind sie allemal.<br />]]>
        
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    <title>Filmer in der Abseitsfalle</title>
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    <published>2010-03-04T13:43:28Z</published>
    <updated>2010-03-04T14:37:32Z</updated>

    <summary><![CDATA[Wer es&nbsp;unter dem iranischen Regime wagt, systemkritische Filme zu drehen, lebt gefährlich. Jafar Panahi hat&nbsp;bereits 2000 in "Dayereh - Le cercle" schwierige Frauenschicksale und das Tabu der Prostitution thematisiert; in "Offside" (2006)&nbsp;veranschaulichte er die Unterdrückung der Frauen auf ironischere Weise...]]></summary>
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        <![CDATA[<p>Wer es&nbsp;unter dem iranischen Regime wagt, systemkritische Filme zu drehen, lebt gefährlich. Jafar Panahi hat&nbsp;bereits 2000 in "Dayereh - Le cercle" schwierige Frauenschicksale und das Tabu der Prostitution thematisiert; in "Offside" (2006)&nbsp;veranschaulichte er die Unterdrückung der Frauen auf ironischere Weise anhand einer Schar weiblicher Fußballfans, die das Spiel Iran-Bahrain sehen wollen, obschon ihnen der Zutritt zum Stadion verboten ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="mt-image-center" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 20px; TEXT-ALIGN: center" height="173" alt="Offside.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Offside.jpg" width="240" /></p>
<p align="center">Nix mit Nordkurve</p>
<p align="left">Nun ist Jafar Panahi selbst böse ins Abseits geraten; als prominenter Oppositioneller ist er unter fadenscheinigen Vorwänden festgenommen worden. Die Filmwelt protestiert, die Diplomatie setzt sich für den beherzten Cineasten ein; ob das fruchtet und ob Panahi selbst nach einer Freilassung weiterhin dem Regime Ahmadinejad&nbsp;ein Dorn im Fleisch sein kann, ist offen.</p>
<p>SF 1 zeigt&nbsp;"Offside" noch einmal in der Nacht vom Donnerstag, dem 11. März.</p>]]>
        
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    <title>Neue Filmer braucht das Land</title>
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    <published>2010-03-03T14:44:01Z</published>
    <updated>2010-03-03T15:27:56Z</updated>

    <summary>Die Hiobsbotschaften häufen sich: Der Marktanteil des Schweizer Films in den Kinos schwindet, die Jungen sehen sich kaum noch Arthouse-Filme an, Mainstream-Kost in Synchronfassung verdrängt untertitelte Originalversionen aus einst cinephilen Sälen. Einer der Orte, wo solchen Entwicklungen etwas entgegengesetzt wird,...</summary>
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        <![CDATA[<p>Die Hiobsbotschaften häufen sich: Der Marktanteil des Schweizer Films in den Kinos schwindet, die Jungen sehen sich kaum noch Arthouse-Filme an, Mainstream-Kost in Synchronfassung verdrängt untertitelte Originalversionen aus einst cinephilen Sälen.</p>
<p>Einer der Orte, wo solchen Entwicklungen etwas entgegengesetzt wird, ist - nein, diesmal nicht "Delikatessen" - das wichtigste Festival für Schweizer NachwuchsfilmerInnen: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="mt-image-center" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 20px; TEXT-ALIGN: center" height="227" alt="Logo_Jugendfilmtage.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Logo_Jugendfilmtage.jpg" width="227" />Die <a href="http://www.jugendfilmtage.ch/">Schweizer Jugendfilmtage</a> finden heuer&nbsp;vom 10. bis 14. März im Theater der Künste an der Gessnerallee in Zürich statt. Aus über 250 eingesandten Filmen werden deren 60 gezeigt, die in fünf Kategorien um die Auszeichnung mit einem "Panther" ringen. Daneben gibt es ein Rahmenprogramm aus Workshops und Kursen statt.</p>
<p>Wer sich also für neue Perspektiven im in- und ausländischen Filmschaffen interessiert und/oder selber Filme macht und seine cineastischen Fähigkeiten verbessern will, sollte diese Veranstaltung nicht verpassen.</p>]]>
        
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    <title>Tim Burton rottert gorkicht im Gemank</title>
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    <published>2010-02-26T14:33:30Z</published>
    <updated>2010-02-26T14:36:33Z</updated>

    <summary>Die gute Nachricht vorweg: Die neue Disney-Verfilmung von Alice in Wonderland hat mit der niedlichen Trickfilmversion von 1951 etwa so viel gemeinsam wie GoodFellas mit Bugsy Malone. Tatsächlich gab es viel Grund zur Hoffnung, als zu hören war, Tim Burton...</summary>
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        <![CDATA[<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Die gute Nachricht vorweg: Die neue Disney-Verfilmung von <i style="mso-bidi-font-style: normal"><a href="http://www2.disney.co.uk/DisneyMovies/alice/">Alice in Wonderland</a></i> hat mit der niedlichen Trickfilmversion von 1951 etwa so viel gemeinsam wie <i style="mso-bidi-font-style: normal">GoodFellas</i> mit <i style="mso-bidi-font-style: normal">Bugsy Malone.</i> Tatsächlich gab es viel Grund zur Hoffnung, als zu hören war, Tim Burton würde sich dieses Klassikers der absurden Nichtnurkinder-Literatur annehmen. Immerhin ist er selbst einer der stetigsten Schöpfer schrulliger Mären im Filmgeschäft, sei es aus der Mitte der Industrie heraus oder an deren Randbezirken. Und so gibt es in seiner Quasi-Adaption denn auch viele Elemente und Momente, die das Herz des Carrollianers erfreuen, wo sich die schräge pseudoviktorianische Gruselästhetik des Möchtegern-Briten Burton mit der verkorksten Sensibilität des viktorianischen Mathematikers, Fotografen und Geistlichen Charles Lutwidge Dodgson deckt oder gar mit ihr vermählt und kongeniales Neues erzeugt. <o:p></o:p></font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Gerade bei der Besetzung hatte Burton wie so oft eine gute Hand: Die Hauptdarstellerin Mia Wasikowska (SF-Serienfans bekannt als Sophie aus <i style="mso-bidi-font-style: normal">In Treatment</i>) verleiht der 19 Jahre alt gewordenen Alice jene Mischung aus Naivität und Widerborstigkeit, die Carrolls Heldin ausmachte. (Ja, dieser Film ist keine 1:1-Verfilmung der beiden <i style="mso-bidi-font-style: normal">Alice</i>-Bücher, sondern eine Art Sequel, das einsetzt, als Alice, die ihre einstigen Erlebnisse im Wunderland für bloße Kindheitsträume hält, vor ihrer anstehenden Verlobung mit einem Pinsel flieht und, erneut durchs Kaninchenloch gestürzt, in neue Abenteuer mit alten Bekannten verstrickt wird.) Kaum zu erkennen ist Johnny Depp als struwwelpeteriger, grünäugiger Mad Hatter, während Helena Bonham Carter der wasserköpfigen Roten Königin ihre ganze blasse Boshaftigkeit einverleibt. Anne Hathaway nimmt als ausgebleichte Weiße Königin ihr Image aus <i style="mso-bidi-font-style: normal">The Princess Diaries</i> auf die Schippe, und Matt Lucas aus <i style="mso-bidi-font-style: normal">Little Britain</i> macht sich als dickes Deppenpaar Tweedledum und Tweedledee für einmal selber das Leben schwer. Hübsch (im Original) auch die Stimmen von Alan Rickman (als weise, shishaschmauchende Raupe) und Stephen Fry als Cheshire Cat.<o:p></o:p></font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Aber.<o:p></o:p></font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Bei diesem Projekt haben nicht nur Carroll (passiv) und Burton mitgewirkt; das Drehbuch stammt von Linda Woolverton, die bei Disney für Skripts zu <i style="mso-bidi-font-style: normal">Beauty and the Beast</i> und <i style="mso-bidi-font-style: normal">The Lion King </i>gezeichnet hat. Von ihr stammt denn auch der Impetus, die konsequent unlogische, traumähnliche Welt der <i style="mso-bidi-font-style: normal">Alice</i>-Bücher in die lineare und allzu logische Dramaturgie eines Fantasy-Epos hineinzuzwängen. Alice wird zur unfreiwilligen, schwertschwingenden Retterin von "Underland", wie das Carroll'sche Reich hier heißt; sie muss im Namen der Unterdrückten gegen die böse Rote Königin kämpfen, die einen - hinzuerfundenen - einäugigen, narbengesichtigen Schergen namens Ilosovic Stayne (aus Serbien zugewandert?) beschäftigt und das Ungeheuer Jabberwock (das bei Carroll nur in einem eingebetteten Pseudo-Heldengedicht auftaucht und in der Übersetzung von Christian Enzensberger als Zipferlak wiedergegeben wird) zur Verheerung des Landes und zur Vernichtung ihrer Feinde abgerichtet hat; das Biest spricht im Film sogar (immerhin mit der Bassstimme von Christopher Lee). Ein Hund darf bei Disney auch nicht fehlen, also wird ein Bluthund namens Bayard dazugedichtet, der von den Bösen ebenso zu Alices Fraktion überläuft wie der monströse Bandersnatch (bei Enzensberger: Schnatterrind). Überhaupt kriegen so ziemlich alle Figuren einen Namen (vermutlich zur Erleichterung der Vermarktung), der Carrolls sprachlicher Ästhetik völlig zuwiderläuft. Ärgerlich auch, dass zwischen Jabberwock (Monster) und Jabberwocky (Epos über das Monster) nicht unterschieden wird. OK, das mag spitzfindig anmuten, doch der Klang von Carrolls Wortschöpfungen ist wichtig, denn enthalten tun sie nur Unsinn.<o:p></o:p></font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">So ist denn der Gesamteindruck durchwachsen. Visuell ist das 3D-Ding spektakulär, abgesehen von einigen erstaunlich mäßigen CGI-Effekten sowie ein paar farblichen Ausrutschern (der Carrot-Top-Fritte des Mad Hatter und den türkisen Streifen der Cheshire Cat etwa); Story und Figurenzeichnung sind bisweilen schmerzhaft, und Burtons Stammkomponist Danny Elfman hätte sich einen grausigen musikalischen Anachronismus - eine Disco-Einlage&nbsp;für Johnny Depp -&nbsp;verkneifen sollen. Mit etwas Glück aber behält man vor allem die gelungenen Teile in Erinnerung; der Rest ist nur ein böser Traum.<o:p></o:p></font></span></p>]]>
        
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    <title>Der Maler, der Filmer, seine Kunst und sein Kino</title>
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    <published>2010-02-22T16:27:56Z</published>
    <updated>2010-02-23T07:49:39Z</updated>

    <summary>Am 5. März zeigt SF 1 exklusiv und als Schweizer Premiere den jüngsten Kinofilm von Peter Greenaway: Nightwatching, gedreht aus Anlass des 400. Geburtstags des Malers Rembrandt Harmenszoon van Rijn im Jahre 2006, schildert die Entstehungsgeschichte seines berühmtesten Werks: In...</summary>
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        <![CDATA[<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" align="left"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Am 5. März zeigt SF 1 exklusiv und als Schweizer Premiere den jüngsten Kinofilm von Peter Greenaway: <i style="mso-bidi-font-style: normal"><a href="http://www.sf.tv/sendungen/film/manual.php?docid=nightwatching&amp;catid=filmmanual">Nightwatching</a></i>, gedreht aus Anlass des 400. Geburtstags des Malers Rembrandt Harmenszoon van Rijn im Jahre 2006, schildert die Entstehungsgeschichte seines berühmtesten Werks: In "Die Nachtwache", seinem Gruppenbild der Bürgerwehr von Amsterdam, verschlüsselt Rembrandt Hinweise auf ein mörderisches Komplott machthungriger Mitglieder dieser Miliz. Greenaway zeigt den Künstler - glänzend gespielt vom Komiker Martin Freeman - als widerwilligen Hofmaler einer Hautevolee, die ihn nie als einen der Ihren akzeptierte und als Lebemann in einem Haushalt voller Frauen, die über sein Schicksal bestimmten.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" align="left"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"></span>&nbsp;</p><img class="mt-image-left" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 20px 20px 0px" height="273" alt="Greenaway Nightwatching.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Greenaway%20Nightwatching.jpg" width="378" /> 
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" align="center"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Greenaway inszeniert&nbsp;<em>Nightwatching </em>(r.&nbsp;Agata Buzek als Titia)</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Malerei steht in Greenaways Werk nicht zum ersten Mal im Mittelpunkt. Der 1942 geborene Cineast fing selbst als Kunstmaler an, und schon sein erster Spielfilmerfolg, <i style="mso-bidi-font-style: normal">The Draughtsman's Contract</i> (1982), handelte von einem Zeichner, in dessen Bildern sich Hinweise auf Verbrechen verbergen. Auch <i style="mso-bidi-font-style: normal">The Cook, the Thief, His Wife and Her Lover</i>" (1989) war von Malerei inspiriert, indem Greenaway diese Moritat über Machthunger und Gier als Folge farbiger Tableaux vivants inszenierte. SF 1 zeigt diesen Film noch einmal am 26. Februar. <o:p></o:p></font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Greenaway wettert zwar gerne über den Umstand, dass das Kino bloss "illustrierter Text" sei und dass unsere Zivilisation nie gelernt habe, Bilder zu lesen. Doch auch wenn er selbst die visuelle Ebene seiner Werke mit Symbolen und Anspielungen anreichert und sein Publikum damit herausfordert, so ist er doch auch ein begnadeter Erzähler und Sprachkünstler. Als Kostprobe von Greenaways Schreibe, die seine einzigartige Sichtweise zum Ausdruck bringt, ist <a href="http://www.sf.tv/sendungen/film/manual.php?docid=the-cook&amp;catid=filmmanual">hier </a>- mit freundlicher Genehmigung des Autors - ein Auszug aus seinem Drehbuch zu <i style="mso-bidi-font-style: normal">The Cook, the Thief, His Wife and Her Lover</i> zu sehen, weiland übersetzt von meiner Wenigkeit.&nbsp;Am selben Ort&nbsp;findet sich ein kurzes Interview mit Greenaway über <i style="mso-bidi-font-style: normal">The Cook...</i>, das 1996 als Einleitung für eine Ausstrahlung des Films in "Delikatessen" aufgezeichnet wurde. </font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt; LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana','sans-serif'; mso-ansi-language: DE-CH"><font color="#000000">Wer wissen will, wie intelligent und hintergründig Kino sein kann, ist bei Greenaway an der richtigen Adresse.<o:p></o:p></font></span></p>]]>
        
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    <title>Von Ex-Häftlingen und Samenspendern</title>
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    <id>tag:film.blog.sf.tv,2010://12.36442</id>

    <published>2010-02-18T11:45:38Z</published>
    <updated>2010-02-21T09:27:38Z</updated>

    <summary>Die Berlinale ist natürlich noch in vollem Gange, im Europäischen Filmmarkt werden aber bereits die Zelte abgebrochen. Produzenten, Einkäufer, Rechtehändler und Verleiher haben ihre Geschäfte gemacht und so beginnt für viele schon wieder der wehmütige Abschied vom Festivalleben. Als Einkäuferin...</summary>
    <author>
        <name>Veronika Grob</name>
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        <category term="Festival-News" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="berlinalefestivalfilm" label="Berlinale Festival Film" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://film.blog.sf.tv/">
        <![CDATA[Die Berlinale ist natürlich noch in vollem Gange, im Europäischen Filmmarkt werden aber bereits die Zelte abgebrochen. Produzenten, Einkäufer, Rechtehändler und Verleiher haben ihre Geschäfte gemacht und so beginnt für viele schon wieder der wehmütige Abschied vom Festivalleben.

Als Einkäuferin hat man während der Berlinale nicht nur die Qual der Wahl zwischen 400 Festivalfilmen, nein, man könnte sich in der ersten Festivalwochen zusätzlich noch TÄGLICH 160 Filme anschauen, die nur im Markt gezeigt werden. Schwierig, sich da einen Überblick zu verschaffen. Doch nun ist die grosse Hektik vorbei und man kann sich zum Schluss nochmals ganz dem Festival widmen.<o:p> <br /></o:p><p class="MsoNormal"></p>

<p class="MsoNormal">Der Wettbewerb hat nämlich inzwischen an Schwung gewonnen. Im deutschen Beitrag «Der Räuber» von Benjamin Heisenberg, der auf einer wahren
Geschichte beruht, gewinnt Bankräuber Johann Rettenberger, kaum aus der Haft
entlassen, den Wiener Stadtmarathon. Doch das Adrenalin des Langstreckenläufers
ist ihm nicht genug, er muss auch weiter Banken überfallen. Ein anderer Ex-Häftling
spielt Stellan Skarsgård im norwegischen Wettbewerbsbeitrag «A Somewhat Gentle
Man», der einem mit leisem, lakonischem Humor immer wieder an die Filme von Aki
Kaurismäki erinnert. Als Favorit für den Goldenen Bären gilt in der Presse aber
momentan das türkische Drama «Bal» («Honey») von Semih Kaplanoglu - der letzte
Teil einer Trilogie - das in wunderbar komponierten Bildern sehr wortkarg von
einem noch wortkargeren kleinen Jungen, seinem Vater und wildem Honig erzählt. Live
sah man den kleinen Hauptdarsteller dieses Filmes um einiges aufgeregter im
Berlinale Palast herumflitzen.</p>

<p class="MsoNormal"><o:p>&nbsp;</o:p></p>

<p class="MsoNormal">Sicher amüsanter als «Bal» war Lisa Cholodenkos «The Kids
Are All Right», in dem Julianne Moore und Annette Bening umwerfend ein
lesbisches Ehepaar spielen, das mit dem attraktiven Samenspender (Mark Ruffalo)
ihrer beiden Kinder konfrontiert wird. Mark Ruffalo konnte nach Scorseses «Shutter
Island» also bereits ein zweites Mal über den roten Berlinale-Teppich schreiten. Allerdings laufen <span style=""></span>beide Filme
mit ihm ausser Konkurrenz.</p><p class="MsoNormal"><br /></p>

<p class="MsoNormal"><o:p>&nbsp;</o:p><a href="http://film.blog.sf.tv/Berlinale/kids_are_alright.jpg"><img alt="kids_are_alright.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/assets_c/2010/02/kids_are_alright-thumb-240x160-28329.jpg" class="mt-image-none" style="" height="160" width="240" /></a><br /></p><p class="MsoNormal"><br /></p>

<p class="MsoNormal">Richtig heimelig wurde es gestern für Berliner im
Friedrichstadtpalast, wo die Komödie «Boxhagener Platz» mit der ganzen Crew
Premiere feierte. Gudrun Ritter gibt darin die resolute Oma Otti, die gerade
ihren sechsten Ehemann beerdigt. In diesem rührenden Heimatfilm aus dem
Berliner Ostbezirk Friedrichshain sind auch Meret Becker, Horst Krause und Jürgen
Vogel zu sehen. Nach der Premiere wurde ganz stilecht im charmant
heruntergekommenen Saal von «Clärchens Ballhaus» in Mitte weitergefeiert.</p>

 ]]>
        
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    <title>Berliner Rutschpartien</title>
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    <id>tag:film.blog.sf.tv,2010://12.36421</id>

    <published>2010-02-16T09:37:55Z</published>
    <updated>2010-02-21T09:35:02Z</updated>

    <summary>An der diesjährigen Berlinale ist solides Schuhwerk gefragt, ansonsten wird der Potsdamer Platz zur Rutschpartie. Die Stars und Sternchen werden in ihren High Heels aber natürlich von den schwarzen Limousinen direkt an den roten Teppich gefahren. Frieren müssen sie im...</summary>
    <author>
        <name>Veronika Grob</name>
        <uri>http://film.blog.sf.tv/mt/mt-cp.cgi?__mode=view&amp;blog_id=12&amp;id=210</uri>
    </author>
    
        <category term="Festival-News" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://film.blog.sf.tv/">
        <![CDATA[An der diesjährigen Berlinale ist solides Schuhwerk gefragt, ansonsten wird der Potsdamer Platz zur Rutschpartie. Die Stars und Sternchen werden in ihren High Heels aber natürlich von den schwarzen Limousinen direkt an den roten Teppich gefahren. Frieren müssen sie im garstigen Berliner Winter trotzdem, wenn sie in Abendgarderobe geduldig vor den Fotografen posieren und Autogramme an die Fans verteilen.<br />&nbsp;<br /><img class="mt-image-center" style="display: block; margin: 0px auto 20px; text-align: center;" alt="Berlinale.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Berlinale.jpg" height="378" width="284" />Und es war schon eine ganze Menge Hollywood-Prominenz hier: Leonardo DiCaprio, Pierce Brosnan, Sir Ben Kingsley und als Jury-Mitglied Renée Zellweger. Roman Polanskis eleganter Thriller „The Ghost Writer" und Martin Scorseses Psycho-Horror „Shutter Island" gehören zwar nicht zu den Meisterwerken dieser grossen Regisseure, sorgten aber für einen sehr hohen Glamour-Faktor. Wenn es einem dann gelingt, eines dieser begehrten Premiere-Tickets zu ergattern, sitzt man also nicht nur mitten in der versammelten deutschen Filmprominenz, sondern merkt auch plötzlich, dass man einem Ben Stiller die Sicht auf die Leinwand verdeckt. Der hat hier bereits seine launige Loser-Komödie „Greenberg" vorgestellt. Filmische Entdeckungen liessen sich bisher weniger im Wettbewerb, sondern viel mehr in den Nebensektionen machen. Im Forum wird heute Abend das hammerharte US-Provinz-Drama „Winter's Bone" gezeigt, das bei Verleihern und Einkäufern schon im Vorfeld für Furore sorgte. Mein Kollege Simon Kern hat darüber bereits aus Sundance berichtet. Nun steigen hoffentlich die Chancen, dass es dieser beeindruckende Independent-Film auch bei uns ins Kino schafft. In der Festival-Sektion Panorama war der finnische Beitrag „Bad Family" zu sehen, in dem ein gestrenger Richter seinen Sohn quasi in den Inzest treibt. Oder der von Alejandro Amenábar produzierte Esoterik-Thriller „El mal ajeno", in dem überraschenderweise ein alter Bekannter auftaucht: Der Westschweizer Schauspieler Carlos Leal muss zwar bereits in den ersten fünf Filmminuten sterben, baut aber seine Rolle in Rückblenden aus. Der ehemalige „Sens Unik"-Rapper aus Lausanne scheint nun also auch in Spanien Karriere zu machen.]]>
        
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    <title>Gottlos komisch</title>
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    <id>tag:film.blog.sf.tv,2010://12.36420</id>

    <published>2010-02-16T08:31:24Z</published>
    <updated>2010-02-16T09:44:00Z</updated>

    <summary><![CDATA["Ein Komiker&nbsp;soll die Leute nicht zum Lachen bringen, sondern zum Denken." Dieser schöne Satz stammt von Ricky Gervais, Star und Schöpfer der Urversion von&nbsp;"The Office" und der filmpersiflierenden&nbsp;Serie "Extras", die öfter mal auf SF zwei zu sehen ist. &nbsp; Gervais...]]></summary>
    <author>
        <name>Michel Bodmer</name>
        <uri>http://film.blog.sf.tv/mt/mt-cp.cgi?__mode=view&amp;blog_id=12&amp;id=89</uri>
    </author>
    
        <category term="Aufgeschnappt" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
        <category term="Film-News" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://film.blog.sf.tv/">
        <![CDATA[<p>"Ein Komiker&nbsp;soll die Leute nicht zum Lachen bringen, sondern zum Denken." Dieser schöne Satz stammt von Ricky Gervais, Star und Schöpfer der Urversion von&nbsp;"The Office" und der filmpersiflierenden&nbsp;Serie "Extras", die öfter mal auf SF zwei zu sehen ist. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="mt-image-center" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 20px; TEXT-ALIGN: center" height="480" alt="extras_gervais_alleine.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/extras_gervais_alleine.jpg" width="347" />Gervais hat sich auch in den letzten Jahren auch im Kino&nbsp;versucht, sei es in einer Nebenrolle im schrägen Fantasyfilm "Stardust" oder auch als Hauptdarsteller der etwas zu&nbsp;netten Komödie "Ghost Town".</p>
<p>Seine Stärke als Satiriker spielt&nbsp;Gervais in seinem Regiedebüt aus, das leider bei uns offenbar nicht ins Kino kommt, aber auf DVD greifbar ist: "<a href="http://the-invention-of-lying.warnerbros.com/">The Invention of Lying</a>" ist vom Plot her eine romantische Komödie, in welcher der dickliche, stupsnasige Gervais versucht, die bildhübsche Jennifer Garner zu erobern. Der Clou dabei: Der Film spielt in einer Welt, wo die Menschen nie das Lügen erlernt haben und sich gegenseitig alle unschönen Wahrheiten um die Ohren hauen. So auch die Garner, die Gervais klar macht, dass er bei ihr keine Chancen hat, weil er in genetischer Hinsicht weniger zu bieten hat als sein Nebenbuhler, gespielt von Schönling Rob Lowe. Neben einigen cleveren Einfällen zum Thema Fiktion (das gibts in dieser Welt freilich auch nicht, was das Filmgeschäft etwas dröge macht) widmet sich Gervais'&nbsp;sarkastische Fabel&nbsp;auch der Frage der Religion. Der Protagonist Mark&nbsp;lernt nämlich als erster Mensch lügen und macht seiner sterbenden Mutter weis, nach dem Tod werde sie an einen schönen Ort kommen und andere Verstorbene wiedersehen. Und unversehens wird der Antiheld zum - ersten - Stifter einer Religion. Versteht sich, dass dieser Film in den mehrheitlich konservativ religiösen USA nicht eben zum Kassenschlager avanciert ist; wo Glauben selig macht, ist Denken unbeliebt.</p>
<p>Ähnlich anregend wie Gervais' Film ist eine <a href="http://www.dailymotion.com/video/xbvr0m_the-intelligence²-debate-stephen-fr_shortfilms">Rede </a>seines Komikerkollegen Stephen Fry, der unlängst am Londoner Debattierforum "Intelligence Squared" aufgetreten ist. Fry äußerst sich zum Thema, ob die Katholische Kirche in der&nbsp;Welt einen guten Einfluss darstelle. So schief seine Nase, so geradlinig ist Frys Logik, mit welcher er demonstriert, dass der Vatikan sich nach wie vor an Dogmen hält, die gerade den Armen und Schwachen auf dieser Welt wenig Gutes verheißen. Das ist nicht nur lustig und klug, es ist auch sehr bewegend.</p>]]>
        
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    <title>Lass uns Freunde bleiben, Sundance</title>
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    <id>tag:film.blog.sf.tv,2010://12.36361</id>

    <published>2010-01-29T11:42:24Z</published>
    <updated>2010-01-29T11:59:25Z</updated>

    <summary>Die Zeit ist gekommen, Abschied vom Sundance-Festival zu nehmen und von Park City, diesem Wintersportort, der vom «Forbes Traveler Magazine» grosszügig zu einem der 20 hübschesten Städtchen der USA erklärt worden ist. Statt die 27 gesehenen Filme erschöpfend aufzuzählen, möchte...</summary>
    <author>
        <name>Simon Kern</name>
        <uri>http://film.blog.sf.tv/mt/mt-cp.cgi?__mode=view&amp;blog_id=12&amp;id=196</uri>
    </author>
    
        <category term="Sundance News" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://film.blog.sf.tv/">
        <![CDATA[<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000">Die Zeit ist gekommen, Abschied vom Sundance-Festival zu nehmen und von Park City, diesem Wintersportort, der vom «Forbes Traveler Magazine» grosszügig zu einem der 20 hübschesten Städtchen der USA erklärt worden ist. Statt die 27 gesehenen Filme erschöpfend aufzuzählen, möchte ich einen letzten Film empfehlen, der gute Aussichten haben dürfte, im Schweizer Kinoprogramm aufzutauchen.</font></span>&nbsp;</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 20px; DISPLAY: block" class="mt-image-center" alt="Blue Valentine 2.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Blue%20Valentine%202.jpg" width="407" height="244" />«Blue Valentine» wirft einen Blick auf ein Ehepaar in der Krise. An einem Wochenende, als das Töchterlein bei den Grosseltern weilt, soll die Versöhnung des Paares gelingen, das sich dann aber ganz im Gegenteil in einem veritablen Showdown wiederfindet. Der Film stellt in ihrer Schonungslosigkeit an das Ensembledrama «Closer» erinnernde (Dialog-)Szenen des Paares mehreren Rückblenden gegenüber, welche die glücklichen Anfänge seiner Beziehung zeigen - und den Ursprung der Probleme. Der Konflikt des Ehepaares ist vertrackt, und einfache Antworten bietet dieser leidenschaftliche Schauspielerfilm mit den begnadeten Michelle Williams und Ryan Gosling keine. Der amerikanische Drehbuchautor und Regisseur Derek Cianfrance geht mit seinem Drama dorthin, wo es weh tut. Damit dürfte ihm der grosse Kassenerfolg zwar verwehrt bleiben, aber es muss ja nicht jeder Liebesfilm das 13-jährige Mädchen in uns ansprechen.</font></span></p>
<p><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE-CH; mso-bidi-language: AR-SA"><font color="#000000" face="Verdana"><img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 20px; DISPLAY: block" class="mt-image-center" alt="Louis CK Hilarious.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Louis%20CK%20Hilarious.jpg" width="380" height="237" />Für ein unerwartet abrundendes Finale sorgte der herrlich schamlose Standup-Komiker Louis C.K. mit «Hilarious», einer aufgezeichneten Bühnenshow. Darin macht er sich über den modernen Menschen lustig, der an nun wirklich allem etwas rumzumosern hat. So beklage sich der gewöhnliche Passagier über Aussetzer der Wi-Fi-Verbindung im Flugzeug, statt dankbar zu sein, dass er am Wunder teilhaben kann, für wenig Geld den Traum des Menschen vom Fliegen zu leben und auf einem gepolsterten Sitz über den Wolken zu schweben. Ich schämte mich leise und nahm mir vor, tapfer kein Wort zur Heimreise zu verlieren. Auf Wiedersehen in Park City.<br /></font></span></p>
<p><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE-CH; mso-bidi-language: AR-SA"><img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 20px; DISPLAY: block" class="mt-image-center" alt="Flugi 2.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Flugi%202.jpg" width="457" height="265" /></span></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Vorletzte Meldung: Zeit, heimzugehn</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://film.blog.sf.tv/2010/01/vorletzte-meldung-zeit-heimzugehn.html" />
    <id>tag:film.blog.sf.tv,2010://12.36359</id>

    <published>2010-01-28T17:13:10Z</published>
    <updated>2010-01-28T17:20:10Z</updated>

    <summary></summary>
    <author>
        <name>Simon Kern</name>
        <uri>http://film.blog.sf.tv/mt/mt-cp.cgi?__mode=view&amp;blog_id=12&amp;id=196</uri>
    </author>
    
        <category term="Sundance News" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
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        <![CDATA[<p><img style="MARGIN: 0px 20px 20px 0px; FLOAT: left" class="mt-image-left" alt="Sundance_Salty2.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Sundance_Salty2.jpg" width="386" height="276" /></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Ins Herz der US-amerikanischen Finsternis</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://film.blog.sf.tv/2010/01/ins-herz-der-us-amerikanischen-finsternis.html" />
    <id>tag:film.blog.sf.tv,2010://12.36358</id>

    <published>2010-01-28T16:40:29Z</published>
    <updated>2010-01-28T16:55:22Z</updated>

    <summary>... führt die Reise gegen Ende des Festivals. «Winter&apos;s Bone» (Link zu mehreren Filmausschnitten) heisst ein knochenhartes Drama, das an den am vorletzten Sundance ausgezeichneten, auch in der Schweiz gezeigten Film «Frozen River» erinnert. Es spielt in einer von Armut...</summary>
    <author>
        <name>Simon Kern</name>
        <uri>http://film.blog.sf.tv/mt/mt-cp.cgi?__mode=view&amp;blog_id=12&amp;id=196</uri>
    </author>
    
        <category term="Sundance News" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://film.blog.sf.tv/">
        <![CDATA[<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><font face="Verdana">... führt die Reise gegen Ende des Festivals. «Winter's Bone» (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=_q9JQsUQeNM">Link </a>zu mehreren Filmausschnitten) heisst ein knochenhartes Drama, das an den am vorletzten Sundance ausgezeichneten, auch in der Schweiz gezeigten Film «Frozen River» erinnert. Es spielt in einer von Armut geprägten Region im tiefsten amerikanischen Hinterland und schafft das Kunststück, das gewiss schon trostlose Milieu von «Frozen River» vergleichsweise idyllisch erscheinen zu lassen. </font></font></span></p><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt">
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><font face="Verdana"><o:p><img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 20px; DISPLAY: block" class="mt-image-center" alt="Winters Bone 2.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Winters%20Bone%202.jpg" width="416" height="277" /></o:p></font></font></span></p></span><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><font face="Verdana"><o:p><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><font face="Verdana"><o:p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt">Im Zentrum der Romanverfilmung «Winter's Bone» steht die von einer brillanten Newcomerin namens Jennifer Lawrence gespielte Ree Dolly, die ihren kleineren Geschwistern faktisch alleinerziehend das kümmerliche Zuhause wenigstens einigermassen in Schuss hält. Als die Kinder buchstäblich nichts mehr zu beissen haben, wird die Suche nach dem in Drogengeschäfte verwickelten und spurlos verschwundenen Vater des Trios zur Überlebensfrage. Wer den mitunter schwer zu ertragenden Blick in den Abgrund von «Winter's Bone» wagt, wird belohnt mit einem Film, der die Urgewalt des Willens zu überleben spürbar macht.</span></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><font face="Verdana"><o:p><font face=""></font><img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 20px; DISPLAY: block" class="mt-image-center" alt="Tucker &amp; Dale.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Tucker%20%26%20Dale.jpg" width="375" height="250" /></o:p></font></font></span></span></o:p></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt">Unser von Filmen wie «Deliverance» und «Texas Chainsaw Massacre» geformtes Bild des amerikanischen Hinterwäldlers stellt die Horrorkomödie «Tucker &amp; Dale vs Evil» auf den Kopf. Alan Tudyk («Death at a Funeral») und Tyler Labine (TV-Serie «Reaper») verkörpern darin Hillbillies, die sich auf ein ruhiges Wochenende in ihrem heruntergekommenen Ferienhaus freuen, als eine Gruppe von College-Kids auftaucht. Obschon Tucker und Dale nichts Böses im Sinn haben, wähnen sich die jungen Schnösel plötzlich in einem Kampf auf Leben und Tod. Was ein Stück weit durchaus verständlich ist, kommen die Boys und Girls doch einer nach dem anderen unter bizarrsten Umständen ums Leben. Aber was kann Tucker dafür, wenn ein junger Mann mit Anlauf in seine Häckselmaschine hechtet? Von «Tucker &amp; Dale vs Evil» gibts <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nx0GaB2EHUs">hier</a> einen Trailer;&nbsp;es sei jedoch ausdrücklich gewarnt,&nbsp;dass darin die spassigsten und blutigsten Momente des Filmes fast vollständig enthalten sind.<o:p></o:p></span></p></font></font></span></o:p></font></font></span>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><font face="Verdana"><o:p></o:p></font></font></span>&nbsp;</p>]]>
        
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    <title>Der Einfachheit halber</title>
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    <published>2010-01-28T07:47:28Z</published>
    <updated>2010-01-28T08:12:54Z</updated>

    <summary><![CDATA[«High Concept»-Filme mögen fürs Marketing ein Traum sein, für das&nbsp;Publikum sind sies nicht immer. Sie verwenden eine Idee als Aufhänger, die sich in einem Satz auf den Punkt bringen lässt. Häufig fällt den Autoren aber nichts Gescheites mehr ein, sobald...]]></summary>
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        <name>Simon Kern</name>
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        <![CDATA[<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000">«High Concept»-Filme mögen fürs Marketing ein Traum sein, für das&nbsp;Publikum sind sies nicht immer. Sie verwenden eine Idee als Aufhänger, die sich in einem Satz auf den Punkt bringen lässt. Häufig fällt den Autoren aber nichts Gescheites mehr ein, sobald nach dem Pitch bei den Produzenten die Tür des Sitzungszimmers hinter ihnen zufällt. Zwei typische Vertreter von «High Concept» sind am diesjährigen Sundance-Festival vertreten: Im ersten Fall gehen drei Kids auf einem Sessellift vergessen, der zweite spielt komplett in einer vergrabenen Kiste, aus der sich ein Entführungsopfer befreien muss. Einer hat sich zum Überraschungshit gemausert und seinen Machern hier am Sundance einen Millionendeal eingebracht.</font></span></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 20px; DISPLAY: block" class="mt-image-center" alt="Frozen_2.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Frozen_2.jpg" width="413" height="274" />Drei Jugendliche fahren gegen Abend gerade noch ein letztes Mal mit dem Sessellift hoch, als dessen Betrieb eingestellt wird. Die beiden Jungs und ein Mädchen sitzen fest, können weder vor noch zurück, weit und breit findet sich keine Menschenseele mehr (einzige Ausnahme: siehe <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vbesl1oszds">Clip</a>). Zum Abspringen hängt der Sessel zu hoch, und ein Mobiltelefon tragen die Pechvögel nicht auf sich. Ihnen wird bewusst: Da der Sessellift nur am Wochenende läuft, ist es mit einer einzigen frostigen Nacht im Freien nicht getan. «Frozen» funktioniert nur schon deshalb nicht, weil die drei Sesselkleber derartige Dreckslümmel sind, dass man vom Anton aus Tirol bis Yeti alles auf sie loslassen möchte, was der Berg hergibt. Diese nicht eben einfallsreiche «Open Water»-Variante ist zudem immer wieder nicht nur unglaubwürdig, sondern auch lausig geschrieben. Welch miese Dialoge sich im Dunkel der Nacht auf einem Liftsessel plappern lassen, ist kaum zu glauben.<o:p></o:p></font></span></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt"><font color="#000000"><img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 20px; DISPLAY: block" class="mt-image-center" alt="buried_3.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/buried_3.jpg" width="500" height="213" /></font></span><font color="#000000"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt">Rabenschwarz ist nach dem «Buried»-Vorspann erst einmal für geraume Zeit die Leinwand, lediglich jemandes Atmen ist zu hören. Diesmal kein korpulenter Sitznachbar, sondern Ryan Reynolds, der schöne Hollywoodstar aus «Definitely, Maybe». Für den einen oder anderen seiner Filme könnte man ihn durchaus unter die Erde wünschen, nun hat er sich tatsächlich in eine Holzkiste gelegt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=a3NClUkY700">(Trailer)</a>. Mit einem Handy (fies: das Display mit arabischen Schriftzeichen) und einem Feuerzeug ausgestattet kämpft er als Entführter darum, freizukommen, bevor ihm die Puste ausgeht. </span></font></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt" class="MsoNormal"><font color="#000000"><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt">Bemerkenswert dabei: Die Filmemacher gönnen dem Publikum keine Verschnaufpause, der Film spielt sich von der ersten bis zur letzten Sekunde im Halbdunkel und in zwei bis drei Kubikmetern Raum ab. Dass dies nur schon visuell kein bisschen langweilig ist und wie sich Drehbuchautor Chris Sparling zwar buchstäblich in eine Kiste schreibt, wie es im Fachjargon heisst, aber die Geschichte dennoch immer vorantreibt, verdient Respekt - und den lukrativen Deal, den sich der 36-jährige Galizier Rodrigo Cortés geangelt hat. Man könnte frotzeln, dass Ryan Reynolds Schauspielerei die eingeschränkte Bewegungsfreiheit entgegenkommt, doch muss ihm diese eindrückliche Leistung unter widrigen Umständen erst mal einer nachmachen. Ob Reynolds zur Belohnung wenigstens die Befreiung aus seinem Grab gelingt? </span><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt; mso-ansi-language: EN-US" lang="EN-US">Definitely, maybe.<o:p></o:p></span></font></p>]]>
        
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    <title>«It&apos;s, like, Oh! My! God!!!»</title>
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    <published>2010-01-27T15:54:25Z</published>
    <updated>2010-01-27T17:31:11Z</updated>

    <summary><![CDATA[&nbsp; Busfahrten und Wartezeiten verbringt man in Sundance vorzugsweise mit gespitzten Ohren. Nur so ist mitzukriegen, welche im Festivalkatalog eher verschnarcht klingenden Filme plötzlich zu Favoriten werden. Solches ist dem Dokfilm «Catfish» widerfahren, der inzwischen bei der Mundpropaganda unbestrittene Vorherrschaft...]]></summary>
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        <name>Simon Kern</name>
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        <![CDATA[<p><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-ansi-language: DE-CH; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA"><font color="#000000"></font></span>&nbsp;</p>
<p><span style="LINE-HEIGHT: 115%; FONT-FAMILY: 'Verdana', 'sans-serif'; FONT-SIZE: 9pt; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-ansi-language: DE-CH; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA"><font color="#000000"><img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 20px; DISPLAY: block" class="mt-image-center" alt="Catfish.jpg" src="http://film.blog.sf.tv/Catfish.jpg" width="320" height="180" />Busfahrten und Wartezeiten verbringt man in Sundance vorzugsweise mit gespitzten Ohren. Nur so ist mitzukriegen, welche im Festivalkatalog eher verschnarcht klingenden Filme plötzlich zu Favoriten werden. Solches ist dem Dokfilm «Catfish» widerfahren, der inzwischen bei der Mundpropaganda unbestrittene Vorherrschaft geniesst. Der Film handelt vom jungen New Yorker Fotografen Yaniv, der von einem begabten achtjährigen Mädchen kontaktiert wird, das eines seiner Bilder nachgemalt hat. Anfänglich über Facebook, später auch telefonisch freundet Yaniv sich mit der Familie des jungen Talents an und verliebt sich in die erwachsene Schwester Megan, Musikerin und Model. Als er über eine kleine Flunkerei Megans stolpert, wird Yaniv stutzig - und macht eine Entdeckung, die sich wie ein Abgrund vor ihm auftut. Mehr sollte man vorgängig zu diesem fesselnden Dokumentarfilm über archaische Triebe und moderne Phänomene möglichst nicht wissen, dem zugetraut wird, sich einen weltweiten Vertrieb zu sichern - und damit vielleicht auch ein Gastspiel in der Deutschschweiz.</font></span></p>]]>
        
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