19.1.2009 02:13

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Düsteres aus N.Y., Leichtfüssiges aus L.A.



Dieses Bild hängt in einem Restaurant an der Main Street, neben einem vom gleichen Künstler gemalten Bild von Barack Obama. Was das wohl für den kommenden Dienstag - der Amtseinführung von Obama - für ein Vorbote sein soll?

Um einiges düsterer als in "The Dark Knight" geht es in "Brooklyn's Finest" zu und her, dem wohl stärksten Film des Festivals bis jetzt. Antoine Fuqua inszeniert die Geschichte dreier Cops (Ethan Hawke, Richard Gere, Don Cheadle) in New York, die im Sumpf von Verbrechen und Korruption ihren Weg suchen und allesamt scheitern. "Eine griechische Tragödie" sei sein Film, meinte Fuqua an der Premiere, und tatsächlich hält er sich konsequent an die Tragödie im eigentlichen Sinne: Wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer werden, tut sich ein Abgrund auf.


Zu meiner grossen Freude sass einige Reihen vor mir Fuqua-Kollege Spike Lee, der am diesjährigen Festival leider keinen neuen Film zeigt. Die vielen anderen Stars erkannte ich trotz richtungsweisender Ah!- und Oh!-Rufe nicht. Mark Ruffalo? Könnte sein, doch wie viele amerikanische Männer sehen von weitem aus wie Mark Ruffalo, zumal mit Mütze? Also begnügte ich mich damit, auf Spike Lees Blackberry zu schielen.

Am anderen Ende der USA spielt das pure Gegenteil von "Brooklyn's Finest": "Spread", eine "Liebeserklärung an Los Angeles", wie der Kameramann betonte. Der Schotte David Mackenzie erzählt darin die Geschichte von Nicki, einem Mittzwanziger, der mit dem Ziel nach Los Angeles kommt, von reichen Frauen ausgehalten zu werden. Dieses Ziel erreicht der gut aussehende Macho ohne grossen Aufwand, bis er eines Tages auf eine Frau trifft, die ihn mit seinen eigenen Waffen schlägt. Wenngleich die Geschichte von "Spread" etwas belanglos ist, Ashton Kutcher (siehe Bild) überzeugt voll und ganz als der neue "American Gigolo" und auch der Rest des Cast (u.a. Anne Heche) ist toll.

 


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